Symptome

Erkrankungen der Wirbelsäule lösen folgende Leitsymptome aus. 
Detaillierte Informationen finden Sie im Dokument Symptome Vorbemerkungen.

Lokale Schmerzen

Diese treten sehr häufig im Kreuz und selten im Nacken auf. Grundsätzlich sind diese Beschwerden harmlos und meist durch Abnützungserscheinungen der Bandscheibe und kleinen Wirbelgelenke bedingt. Bei Unbeeinflussbarkeit durch Schmerzmittel (Antirheumatika) oder längerer Zeitdauer (über 2 Wochen) soll ein Hausarzt oder Spezialist aufgesucht werden.

 

Extremitätenschmerz

Diese sind entweder muskulär durch den lokalen Schmerz oder wegen 
einer Einklemmung des Nerven im Wirbelkanal bedingt. Auch hier gilt, 
dass bei Unbeeinflussbarkeit durch Schmerzmittel (Antirheumatika) oder 
längerer Zeitdauer (über 2 Wochen) ein Arzt aufzusuchen ist.

Neurologische Symptome

Diese sind durch die Einklemmung der Nervenwurzel oder des Rückenmarks im Wirbelsäulenkanal bedingt. Gefühlsstörung der Haut oder Kribbeln sind zwar lästig, jedoch gegenüber dem Kontrollverlust der Muskelfunktionen (z.B. Anheben des Fusses) relativ harmlos. Bei Kontrollverlust der Muskelfunktion, bzw. der Blase oder des Mastdarms muss sofort ein Arzt konsultiert werden.

Einspritzungen

Die diagnostische Anästhesie der Nerven und/oder der Wirbelgelenke unter Röntgendarstellung erlaubt es, den Schmerz exakt zu lokalisieren, die Art des Schmerzes zu bestimmen und damit auch seine Ursache ausfindig zu machen. Diese interventionelle Schmerzdiagnostik weist die Therapierichtung und die individuelle Behandlungsform wird in Übereinstimmung mit den bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT oder MRI) durch den Spezialisten bestimmt.

Die Nadel zur Injektion der Lokalanästhesie wird unter Röntgenfernsehkontrolle exakt in den Wirbelgelenksspalt platziert. Bei nachfolgender Schmerzfreiheit während der Wirkungsdauer des Anästhetikas ist der Ausgangspunkt des Schmerzes bewiesen. In diesem positiven Fall kann therapeutisch Cortison mit der gleichen Technik injiziert werden.

Mit einem in den Wirbelkanal eingeführten Katheter mit der Spitze am Bandscheibenvorfall und am Nerv werden zur Schmerzausschaltung ein Lokalanästhetikum und Kortison appliziert. Diese Untersuchung ist sowohl an der Halswirbelsäule als auch an der Lendenwirbelsäule durchführbar. Auch bei dieser Untersuchung gilt, dass bei Schmerzausschaltung der Ursprung des Schmerzes bewiesen ist. Das Cortison führt dann möglicherweise zu einer andauernden Symptomfreiheit (in 30%).

Röntgenabklärung

Die Art und Dauer der Symptome bestimmen das weitere Vorgehen. Zentral ist  zunächst auch der Untersuchungsbefund. Die heute zur Verfügung stehenden modernen röntgendiagnostischen Massnahmen erlauben dann zusammen mit dem klinischen Befund in den meisten Fällen eine Diagnosestellung. Wir empfehlen folgendes Vorgehen:

  • Konsultation durch den Hausarzt oder direkt beim Spezialisten wenn länger als 1-2 Wochen Symptome (natürlich früher bei unaushaltbaren Schmerzen oder Lähmungen)
  • Normale Röntgenuntersuchung
  • Bei schweren Symptomen oder über 6 Wochen anhaltende Schmerzen ohne Besserungstendenz Verordnung einer MRI (Magnetresonanztomographie) Untersuchung. Diese Röhrenuntersuchung zeigt in hervorragenden Bildern die Wirbelsäule und damit in den meisten Fällen das Problem.
  • Andere spezielle Untersuchungen werden dann allenfalls vom Spezialisten verordnet. 
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